Valeda: Ablauf und Kosten der Lichttherapie
Das Valeda-System ist ein praxisgebundenes Gerät für die Photobiomodulation bei trockener AMD. Es behandelt die Netzhaut mit Licht mehrerer Wellenlängen. In den USA ist Valeda für die trockene AMD freigegeben, in Europa ist es CE-zertifiziert und in einzelnen Praxen verfügbar.
- Valeda ist ein Gerät für die Praxis, nicht für zu Hause.
- Eine Behandlung besteht aus mehreren kurzen Sitzungen, die im Jahr wiederholt werden.
- Studien zeigen einen möglichen, aber begrenzten Nutzen für die Sehschärfe.
- Die Kosten trägt in Deutschland meist die Patientin oder der Patient selbst.
Was ist das Valeda-System?
Valeda ist ein Gerät der Firma LumiThera, das die Netzhaut mit Licht mehrerer Wellenlängen im gelben, roten und nahinfraroten Bereich bestrahlt. Der Ansatz ist die Photobiomodulation, also eine schonende Lichtbehandlung, die den Zellstoffwechsel der Netzhaut unterstützen soll. In den USA hat die Arzneimittelbehörde FDA das System 2024 über ein besonderes Verfahren für die trockene AMD freigegeben. Es war das erste lichtbasierte Gerät mit einer solchen Freigabe für dieses Krankheitsbild. In Europa ist Valeda CE-zertifiziert und wird in einzelnen, darauf spezialisierten Praxen angeboten.
Wie läuft eine Valeda-Behandlung ab?
Die Behandlung findet in der Praxis statt und ist unkompliziert. Sie setzen sich vor das Gerät und blicken für einige Minuten in das Licht. Eine einzelne Sitzung dauert nur kurz. Wirksam werden soll die Photobiomodulation aber erst über eine ganze Serie. Üblich ist eine Reihe von Sitzungen über einige Wochen, die dann im Verlauf des Jahres wiederholt wird. Die Anwendung ist nicht-invasiv, es gibt keine Spritze und keine Betäubung. Nach der Sitzung können Sie in der Regel sofort wieder Ihren Alltag aufnehmen.
Was zeigt die Forschung?
Die Wirkung von Valeda wurde in kontrollierten Studien untersucht, unter anderem in der LIGHTSITE-Studienreihe. Dabei zeigte sich im Vergleich zu einer Scheinbehandlung ein Vorteil für die Sehschärfe. Die beobachteten Effekte waren jedoch begrenzt, und Fachleute bewerten ihre Bedeutung unterschiedlich. Auf dieser Datenbasis hat die FDA das Gerät in den USA freigegeben. Augenärztliche Fachgesellschaften in Deutschland sind zurückhaltender und empfehlen die Photobiomodulation derzeit vor allem im Rahmen von Studien. Eine ausführlichere Einordnung dieser transatlantischen Differenz finden Sie auf der Seite Photobiomodulation.
Für wen kommt Valeda infrage?
Die Photobiomodulation richtet sich vor allem an Menschen mit früher bis mittlerer trockener AMD, also an ein Stadium, für das es sonst kaum Behandlungen gibt. Ob sie im Einzelfall sinnvoll ist, hängt vom Befund und von den persönlichen Umständen ab. Wichtig ist eine ehrliche Erwartung. Valeda ist kein Mittel, das verlorenes Sehen zurückbringt. Es zielt darauf, die vorhandene Sehfunktion zu unterstützen. Diese Abwägung gehört in ein Gespräch mit der Augenärztin oder dem Augenarzt.
Was kostet die Valeda-Behandlung?
In Deutschland übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten der Photobiomodulation derzeit in der Regel nicht. Die Behandlung wird deshalb meist als individuelle Gesundheitsleistung angeboten, die Sie selbst zahlen. Einen einheitlichen Preis gibt es nicht. Die Kosten hängen von der Praxis, von der Zahl der Sitzungen und von der Behandlungsdauer ab. Lassen Sie sich vor Beginn einen schriftlichen Kostenplan geben, damit Sie den finanziellen Aufwand über ein Jahr abschätzen können.
Quellen
- U.S. Food and Drug Administration (FDA). fda.gov
- Studienregister ClinicalTrials.gov (LIGHTSITE-Studienreihe). clinicaltrials.gov
- Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG). dog.org
- Bundesministerium für Gesundheit. gesund.bund.de
Diese Seite dient der neutralen, quellenbasierten Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Angaben zu Nutzen und Kosten sind allgemein und können sich ändern. Eine verbindliche Auskunft gibt Ihre Praxis.
Häufige Fragen
Was ist das Valeda-System?
Valeda ist ein praxisgebundenes Gerät der Firma LumiThera für die Photobiomodulation bei trockener AMD. Es behandelt die Netzhaut mit Licht mehrerer Wellenlängen. In den USA ist es für die trockene AMD freigegeben, in Europa ist es CE-zertifiziert.
Wie läuft eine Valeda-Behandlung ab?
Sie sitzen vor dem Gerät und blicken für einige Minuten in das Licht. Eine Behandlungsserie umfasst mehrere kurze Sitzungen über einige Wochen und wird im Jahresverlauf wiederholt. Die Behandlung ist nicht-invasiv und wird als schmerzfrei beschrieben.
Zahlt die Krankenkasse die Valeda-Behandlung?
In der Regel nicht. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten derzeit meist nicht, sodass die Behandlung als individuelle Gesundheitsleistung selbst zu zahlen ist. Die genauen Kosten hängen von der Praxis und der Zahl der Sitzungen ab.
Für wen kommt Valeda infrage?
Die Photobiomodulation richtet sich vor allem an Menschen mit früher bis mittlerer trockener AMD. Ob sie im Einzelfall sinnvoll ist, hängt vom Befund ab und gehört in die augenärztliche Beratung.